Syndesmosenriss Simon Rolfes

Simon Rolfes, der Kapitän von Bayer Leverkusen hat im Spiel gegen Herta BSC einen Syndesmosenriss im rechten oberen Sprunggelenk erlitten.

Es ist die gleiche Verletzung, die bereits Marco Reus und Michael Ballack die WM-Teilnahme gekostet hat. Um welche Verletzung es sich dabei handelt erklären wir hier.

Was ist die Syndesmose? Die Syndesmose ist ein komplexes Bandsystem, das Wadenbein und Schienbein elastisch miteinander verbindet. Im unteren sprunggelenksnahen Anteil besteht die Syndesmose aus mehreren unterschiedlichen Bandanteilen und ist zusammen mit den Außenbändern und dem Innenband für die Stabilität des Sprunggelenkes verantwortlich. Bei einer Verstauchung des Sprunggelenkes können in seltenen Fällen auch Bandanteilen der Syndesmose verletzt werden.

Wie wird die Verletzung festgestellt? Meist schwillt das Sprunggelenk stark an. Aufgrund der starken Schmerzen ist in der Regel eine Vollbelastung des Beines nicht mehr möglich. Ergibt die Untersuchung durch den Arzt den Verdacht auf eine Bandverletzung, sollte eine Kernspintomographie (MRT) durchgeführt werden.

Wie wird die Verletzung behandelt? Syndesmosenverletzungen sind insgesamt selten. Bei Verletzung des vorderen Anteils ist das Sprunggelenk meist stabil und die Verletzung heilt in der Regel vollständig und folgenlos aus. Hierzu ist allerdings eine konsequente Ruhigstellung im Gehgips oder in einem Spezialstiefel (Orthese) für die Dauer von 6 Wochen notwendig. Sind mehrere Anteile der Syndesmose verletzt ist das Sprunggelenk instabil. Hier wir heute in der Regel zu einer Operation geraten, damit sich keine Folgeschäden am Gelenk entwickeln. Es stehen verschiedene Methoden mit Schrauben und elastischen Bändern zur Verfügung mit denen die Sprunggelenksgabel wieder stabilisiert wird.

Wann ist der Sportler wieder einsatzfähig?
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Verletzung und der notwendigen Behandlung wird frühzeitig mit einer sportphysioterapeutischen Nachbehandlung begonnen. Insgesamt ist aber mit einer Dauer von 10-12 Wochen zu rechnen, bis das Leistungsniveau vor der Verletzung wieder erreicht wird.


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